Caprylsäure
Fettsäure · Reinigungshelfer · Mikrobiombalance
Caprylsäure ist eine mittelkettige Fettsäure, die natürlich in Kokos- und Palmkernöl vorkommt. In Kosmetikformulierungen unterstützt sie ein gesundes Hautmikrobiom und dient als Baustein vieler Pflegelipide.

Was ist Caprylsäure?
Caprylsäure (Octansäure) ist eine gesättigte Fettsäure mit acht Kohlenstoffatomen. Sie kommt natürlich in Kokosnussöl, Palmkernöl und in der Milch vieler Säugetiere vor. Aufgrund ihrer mittleren Kettenlänge zählt sie zu den MCFAs (medium-chain fatty acids). In Kosmetik wird sie selten in reiner Form, sondern meist als Bestandteil veresterter Lipide oder als Co-Wirkstoff für Mikrobiombalance eingesetzt. Sie zeigt eine milde Wirkung gegen bestimmte Mikroorganismen, ohne das gesamte Hautmilieu zu stören. Bei Velluto Bellezza ist sie ein zentraler Baustein vieler hauteigener Pflegelipide.
Wirkprinzip auf der Haut
Caprylsäure kann die Membran bestimmter Hefen und Bakterien beeinflussen und so deren Vermehrung begrenzen. Dieser Effekt ist mild und richtet sich vor allem gegen problematische Mikroorganismen, während freundliche Hautbakterien meist toleriert werden. Als Fettsäure trägt sie zur Versorgung der oberen Hautschichten mit Lipiden bei und kann sich in das hauteigene Lipidnetzwerk integrieren. In Reinigungsprodukten unterstützt sie milde Tenside dabei, Talg gezielt zu lösen, ohne die Barriere zu schädigen. In veresterten Formen wird sie zu hauchfeinen, schnell einziehenden Trägerölen verarbeitet. Damit verbindet sie pflegende und funktionale Eigenschaften.
Termin vereinbarenVorteile von Caprylsäure
Mikrobiomfreundlich
Sie unterstützt das Gleichgewicht zwischen erwünschten und unerwünschten Hautkeimen, ohne das Mikrobiom zu zerstören.
Vorstufe für Lipide
Caprylsäure ist Baustein vieler kosmetischer Trägeröle wie Caprylic/Capric Triglyceride.
Schnell einziehend
Im Gegensatz zu langkettigen Fettsäuren hinterlässt sie ein leichtes, nicht beschwerendes Hautgefühl.
Pflegender Co-Wirkstoff
In Reinigungsformulierungen ergänzt sie milde Tenside und schützt die Lipidbarriere vor Über-Entfettung.
Für welche Hauttypen eignet sich Caprylsäure?
Caprylsäure ist besonders interessant für unreine Haut, da sie das Mikrobiom günstig beeinflussen kann, ohne die Barriere auszutrocknen. Auch Mischhaut profitiert vom leichten, schnell einziehenden Charakter. Trockene oder reife Haut nimmt sie meist als Bestandteil komplexer Lipide auf, etwa in Form von Triglyceriden. Sehr empfindliche Haut sollte auf hohe Konzentrationen freier Säure verzichten, da diese leicht reizen können.
Häufige Fragen
Nein. Caprylsäure ist die freie Fettsäure, während Caprylic/Capric Triglyceride ein Ester aus dieser Säure und Glycerin ist. Letzteres ist deutlich milder und ölartig.
In hohen Konzentrationen als freie Säure ja. In den üblichen kosmetischen Konzentrationen oder in veresterten Formen ist sie sehr gut verträglich.
Sie kann unterstützend wirken, indem sie das Hautmikrobiom moduliert. Eine gezielte Aknebehandlung ersetzt sie jedoch nicht und sollte ergänzend gesehen werden.
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